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Budo-Spezial in Kamenz

01.-03. Mai 2009

" Budo-Spezial 4 "

 

Da sich dieser schweißtreibende Kampf- und Feiertag der Steuerzahler zum 4. Male jährte und somit eine gewisse Tradition erkennen ließ, rafften sich auch dieses Jahr einige Kampf- und Feierlustige auf, diesem Spektakel beizuwohnen. Franzi, Micha, Detlef und die Gebrüder Jonuscheit fielen bereits am Donnerstag in Kamenz ein, um der Metzenverbrennung mit feuchten Augen beizuwohnen. Dieser mittelalterliche Brauch der Winteraustreibung, auch Hexenfeuer genannt, vereint Pyromanen, Heiden und Schaulustige in trauter Runde beim Bier vom Fass. Doch keine Angst, die Kinder haben weder gezündelt noch ihr Bier ausgetrunken. Als Doreen, die Kinder und ich im Tomogara landeten, war das Katerfrühstück bereits gegessen und man machte sich langsam landfein.

Auch dieses Jahr war das Angebot zum Verdrehen der Arme sowie der Verteilung von blauen Flecken wieder reichhaltig. Selbst für ausgefallene Geschmäcker war etwas im Angebot. So konnte man sich die Nase aktiv beim Karate, Kickboxen, Jiu-Jitsu oder bei der Selbstverteidigung lädieren lassen oder eher entspannt als Beobachter durch passive Teilnahme glänzen. Das Niveau der angebotenen Trainingseinheiten war sehr gut. Beim Judo und der SV wurde mit mehr oder weniger Erfolg versucht, den Partner zivilisiert zusammenzufalten. Gelangen die ersten Versuche nicht, wurde mit kleinen fiesen Tricks nachgeholfen. Ob Augenhöhle, Nasenwurzel, Kehlkopf oder Bizepsansatz, jeder Griff wurde mit einem schreckhaften Grinsen des Partners quittiert. Unser Körper scheint wie ein riesiges Schalttableau, nur Ein- und Ausschalter! Wunderbar!

Die abendliche Freizeitgestaltung wurde mit einem erholsamen Saunagang eingeläutet. Der Flüssigkeitspegel wurde kontinuierlich aufgefüllt und die brutzelnden Schweineleichen wurden von einer Schlange hungriger Mäuler umzingelt. Je später der Abend, desto geistreicher die Gespräche und gewandter der Wortwitz. Will damit sagen, wir haben uns sauwohl gefühlt. Übrigens durfte ich auch den Schinderhannes spielen und habe meine Probanden mit allerlei Ashi Bareis quälen dürfen. War zwar anstrengend, aber die Resonance durchweg positiv. Was soll'n sie auch sagen!?

Kurzum, der Ausflug ins Sächsische hat sich voll krass gelohnt.

Wir haben uns ordentlich durchschütteln und inspirieren lassen. Das einzige, was mir noch ein Rätsel ist, wie haben die heidnischen Seelen das mit dem Wetter gemacht? Wenn dies auf die globale Klimaerwärmung zurückzuführen ist, hatte ich zumindest an diesem Wochenende nichts dagegen.

Oss
Der Jürschn

Bilder




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