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Open Air Gasshuku am Frauensee

11.-14. September 2009

" Orientierung ist Alles "

 

Nun war es dieses Jahr wieder so weit, wir haben das Trainingslager “Frauensee“ 2009 super überstanden. Die ersten sind schon Freitagvormittag wohlbehalten mit den öffentlichenVerkehrsmitteln im Lager angekommen. Der Rest ist bis ca. 18 Uhr nach und nach eingetroffen. Der Freitagabend wurde mit einem lockeren Training von Jürgen begonnen. Nach einem Erfrischungsbad im See haben wir uns zu dem traditionellen Willkommens-Knoblauch-Essen getroffen. Es wurde wieder reichlich aufgetischt mit frischem und eingelegtem Knoblauch, sowie selbst gemachter Knoblauchcreme, Butter und Oliven jeglicher Art. Natürlich hat auch das klassische Bauernbrot und die Salami dazu gehört. Und Alex hat den Salami-Rekord an diesem Abend gebrochen, seine war 50 cm lang und ganze 10 cm im Durchmesser. Und damit keine lange Weile beim Essen auf kam, gab es zwischendurch ein Lauchstangen-Rundgang. „Wow, war das lecker“.

Am nächsten Morgen stand um halb zehn das erste fette Training an. Nach der Begrüßung durch die Trainer Andreas Förster (3. Dan), Klaus Hommel (1. Dan jap. Stockkampf) , Dirk Zimmermann (3. Dan), Jens Skarupski (2. Dan Karate, 2. Dan Modern Self Defence) und Jürgen Mosler (3. Dan) wurden die Karatekas in Gruppen aufgeteilt. Alle haben dann intensiv 1 ½ h für die Kata „Hokkyokuko“ (Polarlicht) trainiert. Die zweite Hälfte wurde dann mit Klaus für Stockkampf, Jürgen für Kickboxen und Jens für Selbstverteidigung gestartet. Bei der Selbstverteidigung war sehr interessant, was man alles mit einem „Waschlappen-Griff“ anstellen kann. Die Kickboxer haben sich wieder einmal voll entfaltet und gepowert bis die Füße und Fäuste glühten. Nach dem Training ging es dann zum Mittagstisch, leider hatte die Bratwurst nicht wirklich überzeugt. Das Wetter war so schön, das zur Entspannung in der Mittagspause es sich die Meisten in der Sonne gemütlich gemacht haben, auf Bänken, auf der Wiese oder um die TT-Platten. Um 14.30 Uhr ging das zweite Training los. Und wieder waren 1 ½ h Kata „Hokkyokuko“–Training angesagt, und anschließend konnte man sich wieder für Kickboxen, Stockkarate oder Selbstverteidigung entscheiden. Da wir so tolles Wetter hatten, konnten sich die Kleinen in der zweiten Trainingshälfte am kühlen Nass erfreuen. In dieser Zeit hatten die mitgereisten „Mutti´s“ mit vollem Körpereinsatz den Teig für den Abend vorbereitet.

Nach dem Abendessen versammelten sich alle Kinder am Lagerfeuer zum „Stockbrot“ backen. Das Teigmonster „Rico“ verteilte an die Kinder den Teig, und alle haben sich mit viel Eifer das Brot schmecken lassen. Am Lagerfeuer gemütlich sitzend und erzählend, hatte Jessi die Kinder und Erwachsene in 6-7 Mann starke Gruppen geteilt, wo es dann abends um 22 Uhr zur Nachtwanderung ging. Die Strecke ging einmal um den See, mit tollen Effekten und Ratespielen, sowie Kompass lesen. Die Kinder und Erwachsene haben sich bei mancher Situation erschreckt und schrille Töne von sich gegeben. Die Nachtwanderung war ein voller Erfolg! Vielen Dank an Jürgen und seine Helfer!!! Anschließend wurden zum ausklingen noch die eine oder andere Bratwurst gegessen und die Wärme des Feuers genossen. Nach einer kurzen Nacht war Sonntag um 9.30 Uhr das nächste Training angesagt. Es ging auch hier darum, die „Hokkyokuko“ zu verinnerlichen. Leider verließ uns der Wettergott und es fing an zu nieseln. Wir haben uns nicht stören lassen und Jürgen ließ alle antreten, und er kündigte den „SPEZIAL-IPPON-ORIENTIERUNGSLAUF“ an.

Die Aufgabe bestand darin, sich über einen 1 m langen Stock zu beugen, sodass dieser mit der Stirn berührt wurde und sich 10-mal um ihn herum zu drehen. Und dann musste so schnell wie möglich ca. 10 m zum Schlagpolster gelaufen und ein Gyaku Zuki oder ein Ushiro Geri gemacht werden. Es sind immer 4 oder 5 Personen gegeneinander angetreten. Von klein bis groß, von jung bis alt und auch für Mamas und Papas gab es kein Erbarmen, alle mussten ran. Das ganze lief unter einem KO-System … der Sieger kam eine Runde weiter und ins Finale. Es war sehr viel zum Lachen und alle hatten viel Spaß daran, trotz Nieselregen. „Super Idee, Jürgen“ !!! Mit Lachmuskelkater und einem gratis Drehwurm ging es dann zum Mittag. Um 14 Uhr war wieder Antreten angesagt. Als erstes wurden die Sieger vom Spezial-Ippon-Orientierungslauf geehrt und erhielten eine hübsch gestaltete Urkunde. Nach einem kräftigen Applaus war wieder eine Stunde Kata angesagt. Zum Ende hin, fing es dann doch an, kräftig zu regnen. Fast alle durften den Platz verlassen, nur die schwarz und braun Gurte haben bis zum Schluss durchgezogen. Da waren sie dann komplett durchnässt und das nicht nur vom Schweiß…schmunzel…

Nachdem die „Großen“ dies überstanden hatten, rief Andi: „Orange-Gurt-Prüfung“. Puh, damit war wohl ich gemeint. Als einzige trat ich mutig und ängstlich zugleich den Prüfern Dirk und Andi gegenüber, um ganz allein im strömenden Regen die Prüfung zu bestreiten. Nach bangen Minuten hatte ich diese erfolgreich bestanden. Viele von uns sind dann im Laufe des Nachmittages abgereist… erschöpft, zufrieden und mit Muskelkater. Leider regnete es immer wieder, aber Jessi hatte für den Sonntag einen Spiele–Abend organisiert, so das keine Langeweile aufkam. Montag nach dem Frühstück wurde Alles auf Vordermann gebracht und dann ging es auch für den Rest der Truppe wieder wohlbehalten nach Hause. Das Fazit vom Frauensee–Lehrgang ist, es war wieder ein gelungenes Wochenende. Wir hatten alle sichtlich viel Freude und vor allem viel Spaß an Training und Freizeit. Also wir sind auf jeden Fall nächstes Jahr wieder mit dabei!!!

Vielen Dank und weiter so!!!

D.J., André und Trici

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