Das erste gemeinsame Training im Jahr 2010 und gleich ein neuer Besucherrekord. 27 Karateka trafen sich in Berlin zum kollektiven Transpirieren. Unsere Idee scheint ja langsam zu fruchten.
Unter der Federführung von Dirk und mir wurde das Training wieder nach dem bekannten Muster Kata, Bewegung für Kumite und Powerpack gedrittelt.
Dirk beschäftigte uns im ersten Training mit der Kata Nijushiho. Geübt wurden Einzeltechniken in der Anwendung mit dem Partner, das richtige Timing und die entsprechende Dynamik sowie die speziellen Yoko Geris. Ich persönlich finde diese Stelle der Kata am schwierigsten, weil man sich dort irgendwie immer durchschummelt. Die Geris werden so umfunktioniert, dass man halbwegs das Gleichgewicht behält. Da liegt glaube ich noch genügend Übungspotential. Des weiteren haben wir festgestellt, dass die Stellung Sanchin Dachi mit dem Awase Tsuki und der dazugehörige Doppelblock von fast Jedem anders ausgeführt werden. Dazu sollten wir uns beim nächsten Mal noch einmal verständigen. Positiv waren der Übungseffekt in mehren Gruppen und das gruppenweise Vorführen der Kata.
Mit Gyaku Tsuki Übungen in Dreiergruppen ging es in die zweite Einheit. Nach etlichen Wiederholungen bekam denke ich so jeder ein Gefühl für den Gebrauch dieser Gyaku Tsuki Kombination. Weiter ging es mit Spannungsübungen für Ashi Barai mit dem vorderen sowie dem hinteren Bein. Die Umsetzung erfolgte nach altbekannter Manier mit dem Partner aus der Bewegung.
4 ½ Stunde und etliche Liter Schweiß später traten wir fußlahm aber tapfer zum finalen Powerpack an. Bei Ashi Barai und verschiedenen Tsuki Techniken aufs Polster mussten wir bei ständigem Partnerwechsel echt die letzten Kraftreserven mobilisieren. Des Weiteren wurden mit Gymnastikstock und Medizinball noch einige Übungen zur Stärkung der Rumpfmuskulatur durchgeführt. Schön, wenn der Schmerz nachlässt!
Beim anschließenden Saunagang im Dojo und einigen Bier wurden die Trainingseinheiten noch einmal kurz ausgewertet und besprochen. Dabei stellten wir doch etliche Unterschiede in der Ausführung bestimmter Techniken der Kata sowie einige Unterschiede in der Herangehensweise bei den Bewegungsübungen fest. Gut, dass man hin und wieder die Zeit hat, über solche Dinge zu diskutieren. Auf alle Fälle wird es einen zweiten, wenn nicht sogar einen dritten Teil für die Kata geben.
In Anknüpfung an unsere Diskussion während der Pause, möchte ich noch einmal jeden ermuntern, sich auch einmal auf eine Lehrstunde in Absprache mit Skrupi, Dirk oder mir vorzubereiten. Die Erfahrungen, die man vor und während der Einheit sammelt, sind für die weitere Entwicklung des eigenen Karate von unschätzbarem Wert.
Weiterhin werden wir ab dem nächsten Treffen eine kleine Teilnehmergebühr von 5,-€ erheben, um den jeweiligen Trainern eine symbolische Aufwandsentschädigung zu zahlen.
Der Gefährtentermin mit Risto in Leipzig am 12.Juni ist hiermit auch bestätigt. Also daran denken, rechtzeitig zu hause anmelden!!!
In diesem Sinne, bis zum nächsten Gefährtentraining in Halle,
Oss, der Jürschn
