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Die Gefährten



2. Gefährten-Training 2010

17. April 2010

" Gefährten auf Irrwegen ? "

 

Erst einmal Irrwege gehen, um dann den richtigen Weg zu gehen?? War das, das Motto des zweiten Gefährtentrainings im Jahr 2010?? Schon vor Fahrtbeginn nach Halle waren geistige Irrwege auffindbar. Kommt er mit oder nicht? Was ist mit jenem, was mit diesem?? Denn die Hälfte der Berliner Gefährten war außer Gefecht gesetzt. Dank Andi´s „Autounterstützung“ fanden trotzdem vier von uns den richtigen Weg nach Halle. Pünktlich angekommen und zum Training bereit, ging es auch gleich weiter nach Leipzig in ein kleines aber feines Dojo, welches ersatzorganisiert wurde von unseren Gefährten Mirko und Tom. (Das war ein weiterer Irrweg, kleinere und manchmal größere Irrwege sollten folgen).

Wie in jedem Gefährtentraining standen uns drei Einheiten bevor, trotz der Zeitverzögerung gab es kein Erbarmen. In der ersten Einheit nahm Jens die Führung für Dirk in die Hand. Geplant war schwerpunktmäßig die zweite Hälfte der Kata Nijushiho. Nach den ersten warmmachenden Katadurchläufen war Jens inspiriert uns doch zusätzlich auch noch einmal die erste Hälfte mit Anwendungsbeispielen üben zu lassen. Spektakuläre Saltis – Rollen- Würfe des Gegners wurden durch scheinbar einfache Katatechnik- Ausführungen demonstriert und am bzw. mit dem Partner geübt. Ob ein zartes kleines Frauenhändchen wie das von Gefährtin 2609 oder meines, jemals auch diese Ausführungen hinbekommen wird?? Einige Trainerblicke später wurden an unsere körperlichen Voraussetzungen angepasste Übungsformen (Hüftwurf) schnell einmal erläutert. Auch diese Variante schien zunächst relativ einfach, beschäftigte einen aber auch noch in den kurzen Pausen.

Zwei Stunden später begann Runde zwei. Ashi Barais wurden in jeder Form ob statisch oder dynamisch am Partner ausgeführt (hier: Irrwege für die Blutzirkulation der unteren Extremitäten /sprich etliche blaue bis grüne Flecken). Wer regelmäßig bei Risto in den Genuss des Trainings gelangt, für denjenigen waren diese Ashi Barai- Formen nicht unbekannt. Zwei drei kleine Anmerkungen seitens der trainierenden Gefährten führten Tom wieder auf den richtigen Weg. Auch wenn wir den Ashi Barai übten, ist doch die erste Technik immer wichtig. So klappte die Kombination Gyaku- Tsuki vor, zur Seite ausweichen und im richtigen Moment die Fußfege ansetzen besser, wenn der Verteidiger bedingt durch den Gyaku- Tsuki erstmal zu einer rückwärtigen Meidbewegung gezwungen wird.

Ohne Power gelingt vieles nicht (auch nicht die Umkehr auf Irrwegen), deshalb wurden hohe Wiederholungszahlen im letzten Teil des Gefährtentrainings angestrebt. Etliche Mae Geris ließen unsere sonst zart anmutende Beine zu Klumpfüssen aus Blei werden. Natürlich darf im Power Pack Training der Einsatz des Schlagpolsters nicht fehlen. Um durch schnelle dynamisch/gymnastische Gyaku Tsukis den Bauch des Partners nicht zu „quälen“, wurde der peitschenschnelle Tsuki durch das Schlagpolster abgemildert. Schnelle dynamische Tsukis konnten erzielt werden, wenn man den Tipp von Jens befolgte.

Ach, ihr wollt den Tipp auch hören? Also Augen und Ohren auf: „Wir schlagen nicht – wir ziehen nur zurück. Und zwar so, dass die andere Seite bzw. Faust schnell von ganz alleine vorkommt.“ (Ah ja, so einfach also)

Zum Schluss noch ein wenig Sonne getankt und kurze Auswertung abgegeben und dann ab nach Hause und zwar ohne Irrwege (na gut ein Irrweg führte noch an einem (M)Imbiss vorbei.)

Großes Fazit:

Das wir uns alle trotz einiger organisatorischen und motivatorischen Probleme bis zum Schluss bemüht haben, lag wohl am Meisten daran, niemanden aus der Gefährtenrunde zu enttäuschen, seine Zeit gestohlen zu haben. Bei wunderbarem Sonnenwetter gelang es uns im ganzen Training nicht, den Ergeiz zu Wollen, das Knistern in der Luft zu erzeugen. Ich denke der Hauptgrund dafür, war die Abwesenheit der Hauptinitiatoren des Gefährtengedanken Jürgen und Dirk. So fühlte sich das Training wie ein normales Wochenendtraining nur in kleiner Runde an.

Zukünftig sollte beim Gefährtentraining doch wenigstens einer von beiden Initiatoren dabei sein, wenn auch nicht unbedingt als Trainer.

Ein Dank geht an Jens, der für Dirk kurzfristig eingesprungen ist. Sicherlich bereitete er sich freudig auf ein Training vor, in dem er mal nicht selbst die Trainerposition bezog, sondern ordentlich hätte powern können. DANKE

Meine Zweifel bezüglich des Eingreifens in das Trainingsgeschehen durch Verbesserungsvorschlägen und Tipps verflogen relativ schnell. Das heißt, ich überlegte im Training, ob ich dem Trainer Tom bezüglich einiger Technikausführungen in sein Trainervorhaben eingreifen durfte. Respekt und Achtung vor dem Trainer verunsicherten mich doch ein wenig. Aber ich denke, da dies kein „normales“ Training ist, sollten Anmerkungen/Tipps auch im Training vorgenommen werden. Tom hat auch gut darauf reagiert und nach kurzer Überlegungsphase meine Anmerkungen angenommen und umsetzen lassen (siehe Gyaku- Tsuki, Ashi Barai).

Da dieses Gefährtentraining noch in den Kinderschuhen steckt, sind einige Irrwege dann wohl erlaubt. Hauptsache es finden sich Gefährten, die einen dann wieder auf den richtigen Weg begleiten.

OSS GEFÄHRTIN 0502

Bilder


 


 



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