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Open Air Gasshuku am Frauensee

03.-06. September 2010

" Von langen Stöcken und anderen Ferkeleien "

 

Auch im Jahr 2010 haben wir uns wieder zum Open-Air-Gasshuku am Frauensee getroffen. Für einige Kinder ging es am Freitag bereits um 8 Uhr morgens los. Die meisten aber fanden sich erst im Laufe des Nachmittags und Abends ein, unter anderem auch eine Delegation aus Leipzig und Kamenz, sowie unsere Gasttrainer Klaus (Stockkampf) und Skrupi (Selbstverteidigung). Um 19 Uhr war dann, wie immer, ein freies Training, welches auch fleißig genutzt wurde, allerdings von nicht allzu vielen Karatekas. Danach war dann Baden im See angesagt, bevor zum angenehmen Teil des Abends übergegangen wurde. Es fanden sich alle zum gemütlichen Beisammensein ein und steuerten auf den zweiten Höhepunkt des Abends zu. Nachdem nämlich Andi, Dirk, Jürgen und Heinz nicht einmal einen Monat zuvor ihre Prüfungen zum vierten Dan bestanden hatten, haben sie zur Feier dieses Ereignisses ein komplettes Spanferkel für die hungrige Meute gestiftet. Eigentlich kam das Ferkel ja nur von Dirk, Jürgen und Heinz, aber Andi hat das Bier dazu gespendet. Wir haben unseren frisch gebackenen 4.-Dan-Trägern unter Federführung von Doreen auch jeweils noch ein kleines Geschenk übergeben und ihnen nochmals offiziell gratuliert. Vom Spanferkel ist nur wenig übrig geblieben. Auch wurde wieder reichlich Knoblauch konsumiert. Das Beisammensein war für mich so gegen halb 12 beendet, aber laut Hörensagen waren wohl einige erst gegen 3 Uhr müde genug.

Der Samstag begann um 8 Uhr mit Frühstück und um 9.30 Uhr folgte dann das erste Training. Zunächst wurden wie im letzten Jahr wieder drei verschiedene Möglichkeiten angeboten, den Horizont mal in andere Kampfkunstrichtungen zu erweitern. Klaus lehrte den Stockkampf, dieses Mal mit Langstöcken. Jürgen übte mit seinen Jüngern das Kickboxen und Skrupi zeigte den Interessierten, wie sie sich effektiv selbst verteidigen können. Im Anschluss daran folgte das Karatetraining, diesmal nach Graduierungen getrennt. Am Nachmittag dann dasselbe Spiel: erst kam das dreigeteilte Training dran. Nach einer Stunde begann dann das Karate-Training. Dirk übernahm die Blau- und Braungurte und Jürgen trainierte die Schwarzgurte. Die Kinder hatten Freizeit. Wir waren alle sehr motiviert bei der Sache und übten schön Vor- und Zurückgleiten mit Kizami-Zuki und Ashi-Barai als es bereits 10 Minuten später zu regnen begann. Wir waren noch nicht einmal richtig warm und mussten abbrechen. Die Schwarzgurte haben natürlich weiter gemacht, aber nach weiteren 5 Minuten wurde es ihnen dann doch zu gefährlich bei dem rutschigen Boden.

Das anschließende Baden wurde entsprechend vorverlegt und die Badenden hatten Wasser von oben und unten. Pünktlich zum eigentlich vorgesehenen Ende des Trainings hörte der Regen auf und es wurde wieder richtig schön. Leider war dann aber auch schon Abendbrot-Zeit. Als es allmählich dunkel wurde, entzündeten fleißige Helfer das Lagerfeuer und alle konnten im ausklingenden Abend die Wärme genießen, denn abends wurde es doch wieder recht frisch. Es gab wieder lecker Knüppelbrot zum Sattbleiben. Die Kinder begaben sich dann im Dunkeln auf ihre Nachtwanderung. Zuerst die Kleinen und dann die größeren Kinder. Die Erwachsenen trauen sich das ja nicht. Die Kleinen ließen es sich nicht nehmen, sich bei ihrer Ankunft leise anzuschleichen und uns Wartenden einen gehörigen Schrecken einzujagen. Auch das bekannte Füchslein schaute interessiert vorbei. Es hatte wohl den Duft des Grills wahrgenommen, auf dem die Reste des Spanferkels verwertet wurden.

Der Sonntag begann um 9.30 Uhr wieder mit dem dreigeteilten Training. Während dieser Zeit habe ich mit den Kindern unter Anleitung von Jessi trainiert und ich muss sagen, ich habe ganz schön geschwitzt. Danach konnten wir uns nicht so richtig einigen, ob wir das Karatetraining gleich hinten ranhängen oder noch eine Einheit nach dem Mittagessen durchziehen wollen. So kam es, dass Dirk zunächst einmal die Prüfungen durchführte, während ein paar Enthusiasten, unter anderem auch ich, dazu übergingen, ein Kata-Spezial-Training mit dem Schwerpunkt Blau- und Braungurt unter Anleitung von Franzi zu machen. Ich muss sagen, eine Kata in Einzelschritten zu durchlaufen und sich korrigieren zu lassen und dabei die jeweilige Position beizubehalten, das schlaucht schon ganz schön. Nach dem Mittagessen begann dann die Schatzsuche. Die Kinder mussten gruppenweise verschiedene Stationen absolvieren, um jeweils das nächste Ziel genannt zu bekommen. Das Finale fand dann am Strand statt wo jede Gruppe dann ihren Schatz ausgraben durfte. Während die Kinder sichtlich ihren Spaß hatten, mussten wir Erwachsenen warten, bis wir dann nachhause fahren konnten. Sonntagnachmittag bis Montagmittag waren dann die verbliebenen Kinder mehr oder weniger unter sich. Es war wieder einmal ein gelungenes Ereignis mit viel Sport und Freizeit, das allen großen Spaß gemacht hat.

Oss George

Bilder




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