35 „Freunde der schnellen Faust“ waren diesmal angerückt um das knapp einwöchige „Karatetuning“ bei Risto Kiiskilä zu durchlaufen. Zur Vertsärkung nahmen nochmals teilweise bis zu 10 Kämpfer/innen aus Ristos Dojo am Technikupgrade teil. Wenn auch durch die Einschleppung eines Bazillus Gemeinus jeden Tag mehr Kranke dem Training mehr visuell als tatkräftig folgen mussten.
Neben dem Dauerthema Danvorbereitung für die Braungurte stand die Schwerpunktverlagerung bei Techniken in der Bewegung im Vordergrund – „Schlagen mit den Beinen“ – womit nicht etwa Tritte gemeint sind sondern der Gesamtkörpereinsatz bei jeder Technik. Ob Tsuri Ashi nach vorn/hinten/zur Seite – der Abdruck macht die Strecke und Geschwindigkeit und die Wirkung. Dazu also die Schwerpunktverlagerung, wie ein Mensch beim Sprung – das abdrückende Bein wird belastet. Bei Vorwärtsbewegungen das hintere Bein, bei Rückwärtsbewegungen vice versa usw.. Klingt doch simpel oder? Schon mal überprüft ob man sich selber so bewegt oder nicht doch mit dem Arm oder dem Oberkörper startet? Warum sind die Saurier ausgestorben – richtig, weil sie zu langsam waren! Und um uns dieses Schicksal zu ersparen üben wir eben die richtige Bewegung.
Die Dynamik für des Kumite muss also schon in der Kihon & Kata geübt werden! Bedeutet für das Kihontraining nicht immer skurilere Kombinationen zu praktizieren (um den Karatekas vermeintliche Abwechslung zu bieten) sondern das zu trainieren, worauf es ankommt. In der Kata Wendungen/Übergänge (immer über das Standbein), in der Kihon Schwerpunktverlagerung vor allem auch in der Bewegung üben… An der Stellewird der einen oder andere erschrocken aufmerken, dass Tsuri Ashi Bewegungen ja auch zur Kihon gehören, auch wenn diese leider so gut wie nicht in der Prüfungsordnung vorkommen. Damit hätten wir jetzt auch noch den fehlenden Übergang von der Kihon zur Kumite aufgetan! Mit dieser Erkenntnis haben sich die fünf Tage Intensivtraining ja schon voll gelohnt!
Ein hoch auf die Bewegung oder- „Und sie dreht sich doch!“
Dirk Zimmermann