Am letzten Wochenende fand unser lang ersehnter Wochenendlehrgang mit Risto Kiiskilä wieder statt. Und es war super!
Wir haben wieder eine Menge gelernt, super geschwitzt, waren bereits nach Risto‘s Erwärmung fix und alle und haben dennoch unser Bestes im Training gegeben. Alle Prüflinge haben am Sonntag ihre Prüfung mit Bravour bestanden und so kan n man den Glücklichen auf diesem Wege auch noch mal gratulieren!
All diejenigen, die sich vor diesem grandiosem Lehrgang gedrückt haben und nicht erschienen sind, haben ordentlich was verpasst und sollten sich dazu noch schämen, denn es waren sogar Karateka aus der Schweiz und aus Bayern, neben unseren treuen Seelen aus Kamenz und Weimer, vertreten! Da ist es schon Schade genug, dass nicht alle aus unseren Reihen da waren und kaum einer der anderen Berliner Vereine sich sehen ließ…
Ich habe Risto ziemlich lange nicht gesehen und begrüßte ihn daher scherzhaft mit: „Hallo, Risto! Schön Dich zu sehen! Du bist aber auch ziemlich alt geworden! “ Tja, das fand unser Sensei wohl nicht ganz so witzig und nahm mich dann beim Training ins Visier…So bekam ich gleich am Anfang des Trainings die Retourkutsche. Wir sollten aus der Hocke hoch mit dem Knie springen. Diese Übung diente dazu, später das hintere Bein richtig zu belasten und dessen Kraft gezielt zu nutzen. Da es nicht ganz so einfach zu koordinieren war, und ich nicht richtig abspringen konnte, durfte ich mir von Risto anhören: “Na, Du hast aber auch wieder zugenommen und kommst daher nicht hoch!“ So neckt man sich gegenseitig und hat Spaß dabei… Am Sonntag kam die zweite Ladung:
Die weiblichen Karatekas scheinen doch ein größeres Problem mit der Hüfte und dem Hohlkreuz zu haben…und so bat Risto beim Sonntagstraining die drei Grazien Kathleen, Doreen und Kristina nach vorn, um an deren Beispiel eine gezielte Übung zu erklären. Man legte sich auf den Rücken und ging in die Bankstellung über, spannte die Gesäßmuskeln zusammen, drückte somit die Hüfte hoch und streckte ein Bein gerade nach oben…Hört sich einfach an? Ist es aber ganz und gar nicht! Wir drei bekamen das nicht hin und so legte sich Risto auf den Boden und zeigte spielerisch und einfach diese Übung…Ist schon Wahnsinn, was unser Finne so alles kann und das in seinem Alter! Hut ab!!! Da waren nicht nur wir, Grazien, betörtet und schwer begeistert, sondern auch der Rest der Schwarz-, Braun- und Blaugurte…
Wichtiger Schwerpunkt des Trainings war, die Tzukis und alle Techniken präzise auf den Punkt zu bringen, in dem man das hintere Bein richtig belastete und sich damit richtig abdrückte, um den Fauststoß als letzte Bewegung auf den Punkt ins Ziel zu bringen… Das übten wir unter anderem mit dem Partner. Wir stellten uns seitlich gegenüber und sprangen zwei Mal kurz zur Seite, beim dritten Mal hoch und bei der Zahl Vier trafen sich unsere Hände klatschend in der Luft, wie beim Volleyballspielen. Es hieß also laut Risto:“ Eins, Zwei, Drei-Vier! Es sah sehr spaßig aus, aber den Sinn der Übung hat jetzt wohl auch der Letzte begriffen! Alex (unser Schoko) hat das Ganze auf Video festgehalten. So darf man sich bereits jetzt auf den Jahresrückblick 2011 freuen, wo einige Szenen von diesem herrlichen Wochenendlehrgang festgehalten und präsentiert werden!
Muskelkater lässt ordentlich grüßen! Aber wie war das noch mal? Was uns nicht umbringt, macht uns stark!
In diesem Sinne – bis zum nächsten Schwitzen, hartem Trainieren und mega Muskelkater unter der Anleitung unseres finnischen Karate-Gurus Risto Kiiskilä!
Kristina