Hyvää syntymäpäivää

Ein Samurai wird 70

Freitag nach dem Kickboxen und einem kurzen Gang in die Schwitzkiste haben wir die Hühner gesattelt und sind mit dem Estland- Dreamteam (Roland, Detlef, Doreen und Jürgen) nach Frankfurt gedüst. Nach einer recht kurzweiligen Fahrt wartete der harte Kern mit einem kühlen Getränk im schlafversunkenen Karate Dojo Ippon auf uns Zuspätkommer, um den neuesten Klatsch und Tratsch auszutauschen, anzustoßen und den kommenden Tag etwas „vorzubereiten“.

Nach einem opulenten Frühstück bei Bäcker „Kitzel“ um die Ecke ging es Richtung Turnhalle zum lang ersehnten Geburtstagslehrgang. Die gut gefüllten Einheiten unter Leitung von Risto, Giovanni und Emanuele waren wie immer inspirierend, kurzweilig und „be“eindruckend. Schön, viele vertraute Gesichter wieder zu sehen, mit ihnen zu trainieren und auch den ein oder anderen Eindruck hinterlassen zu dürfen. Ein kontaktfreudiger Lehrgang ganz nach unserem Geschmack.

Doch das eigentliche Highlight des Tages war nicht der verschwitzte Gi, sondern die abendliche Geburtstagsfeier für unseren Freund und Meister Risto Kiiskilä.

Man hatte ins Volkshaus Sossenheim geladen. Viele altbekannte Gesichter, eine finnische Fraktion aus Lahti und Oulu, JKA-Prominenz sowie die alten Hauer, die noch vor etlichen Jahren mit uns als Blau– und Braungurte bei Risto „Scheibe“ gespielt und das Dojo gewischt haben. Man, wie die Zeit vergeht. Ein freundliches Nicken hier, ein kurzer Schwatz da, respektvoll, anerkennend in unendlichen schweiß-triefenden Trainingseinheiten erworben. Was für eine Truppe, die Ihren Sensei ehren will. Und dieser hat sich wirklich „geschmeichelt“ und „geehrt“ gefühlt. Kein Mann der großen Worte, aber doch sichtlich gerührt.

Ein kurzes Programm der „Musikkapelle“ Aramoto aus Freiburg, kurze Auftritte von Toribio Osterkamp und Bernd Hinschberger, eine improvisierte deutsch-englisch-finnische Grußansprache für den Hauptprotagonisten des Abends sowie die Überreichung des gemeinsamen Geschenks der ristoinfizierten Dojos (eine mobile Stromquelle für seine Sommerhütte) durch Tom und Norman waren neben dem oberleckeren Buffet und der Ippon-Torte mit Silberschweiffontäne die Highlights im Volkshaus. Risto, ungewohnt in hellem Jackett, hat den offiziellen Teil des Abends sichtlich genossen. Eine Truppe auf die er wirklich stolz sein kann!

Die After Show Party fand dann im Dojo statt. Gedränge, Gelächter, finnisch, englisches Bierschkau-derwelsch, Kronkorken- und Pratzenknallen, Anekdoten aus 1000 und 1er Trainingseinheit ließen Stunde um Stunde im Flug vergehen. Ich weiß nur, daß eine 6 vor dem Doppelpunkt stand, als ich, mit Gott und der Welt im Einklang, die wärmende Hülle meines Schlafsacks erkroch und in einem kurzen Fluchtschlaf versank. Was für eine Party!!!

Die Ausnüchterungsrücktour nach Berlin habe ich so ziemlich verschlafen. Schön, auch mal auf den hinteren Plätzen Platz nehmen zu dürfen. Ein Dank an den Ausrichter, den Kraftfahrer, die Mitfahrer und den Karategott, so es ihn gibt,

Oss, der Jürschn

 

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