Novembertrainingslager mit Risto

Auch in diesem Jahr veranstaltete unser Bushido-Dojo Berlin e.V. am 18. und 19. November einen Shotokan Karate Lehrgang mit dem Sensei Risto. Dieser reiste am Freitag, den 17. November pünktlich am frühen Abend auf dem Ostbahnhof in Berlin an und wurde von unserem Karateka Sven gebührend in Empfang genommen. Die Fahrt ging direkt ins Dojo in den Grohsteig 3, wo bereits Jürgen auf Riso wartete. Es wurde noch ein gemütlicher Abend mit Sauna und gutem Essen.

Am Samstag, trafen um die 70 Karateka-Teilnehmer ein, davon viele Altbekannte aber auch neue Gesichter. In der Sporthalle der Tagore-Oberschule in der Sella-Hasse Str. 25, dem diesjährigen Austragungsort unseres Trainingslagerwochenendes, gaben sich die Teilnehmer voller Vorfreude in die Hände des Meisters Sensei Risto.

Um 11:00 Uhr startete das erste Training für die Weiß- bis Blaugurte. Im Anschluss wurde es dann für die Grün- bis Schwarzgurte ernst. Nach der ersten Trainingseinheit konnte man sich am reichhaltigen Buffet mit Schmalzbroten, Bockwürsten in Brötchen und mit Kuchen stärken. Auch der erste Durst musste spätestens jetzt gestillt werden.

Anschließend ging es 14:30 Uhr für die Weiß- bis Blaugurte in die zweite Trainingsrunde. Die Grün- bis Schwarzgurte waren dann von 16:00 Uhr mit ihrer zweiten Runde an der Reihe. Es wurden überwiegend die Kihon (Grundschule) sowie die richtigen Atemtechniken geübt. Dazu wandte Risto allerlei ungewöhnliche Lernmethoden an. Das Zitat von Risto an diesem Wochenende lautete: „Schmerzen zeigen an, dass die Schwächen den Körper verlassen“.

Als Belohnung zum harten und langen Training ging es in unser Dojo zu einer wohligen Dusche sowie einem bzw. mehreren Saunagängen. Die vielen Aufgüsse waren für mich als Saunaanfänger nicht unbedingt einfach.

Neben ein paar Erfrischungsgetränken wurde viel gelacht und wir haben uns mit unseren Gästen aus Giesen, Leipzig und Halle ausführlich ausgetauscht.

Wieder etwas hergestellt, wurden wir freundlich von dem griechischen Restaurant „Herkules“ an der Märkischen Allee in Empfang genommen und mit vielen Leckereien, gutem Wein und Bier sowie Anekdoten aus der Vergangenheit verköstigt. Es kamen mehr Karatekas ins Herkules als gedacht, so dass wir für einen kurzen Moment das Lokal zum Schwitzen brachten. Ausgerechnet mir Greenhorn gegenüber, saß unser Sensei Risto. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie ruhelos ich war. Aber er wusste die Stimmung mit seinen alten Geschichten und seinen Ausführungen zu Atemtechniken aufzulockern, so dass er auch mich zum Schmunzeln brachte und es ein lustiger Abend wurde. Nach guten Gesprächen und einem genüsslichen und reichlichen Essen, ging es gut gefüllt zur Nachtruhe. Einige schliefen direkt im Dojo, so dass der Weg ins Bettchen nicht fern war.

Am nächsten Tag standen alle Karatekas mehr oder weniger wieder frisch und mit viel Kaffee im Blut auf der Matte bzw. in der Halle. Der zweite Trainingstag bedeutete für einige Karatekas auch Prüfungstag! Von 10:00 bis 11:30 Uhr bzw. 11:30 bis 13:00 Uhr gab Risto noch einmal für alle eine Trainingseinheit. Für ein reichhaltiges Buffet wurde dankenswerter Weise auch wieder gesorgt. Während ich am Samstag noch persönlich unbehelligt blieb und in der Masse von Karatekas abtauchen konnte, war mir das am Sonntag leider nicht vergönnt. Ich bekam eine Extraportion Risto und durfte vor allen Mitstreitern meine Oi-Zukis vorführen und trainieren.

Gegen 13:15 Uhr wurde dann die Sporthalle zum Prüfungsaustragungsort bis zum 1. Kuy. Ich war sehr aufgeregt je näher mein Stündlein schlug, stellte aber fest, dass es mir nicht allein so erging. Selbst unser große Hüne Rudi war nicht wieder zu erkennen. Jörg und Johannes erging es ähnlich. Die Weiß- bis Gelbgurte durften mit Ihrer Prüfung beginnen. So hatten wir Anfänger es auch gleich hinter uns.

Wir waren, dank Nils aus Halle und Konstantin auch die lauteste Prüfungsgruppe, so dass keiner seinen Kiai vergaß. Anschließend durften die Orange- bis Grüngurte ihr Können unter Beweis stellen, auch wenn nicht ganz fehlerfrei. Zum Schluss waren die Blau- bis Braungurte dran.

Am Ende waren alle froh, es irgendwie überstanden bzw. überlebt zu haben und die Anspannung fiel merklich ab. Alle Prüfungsteilnehmer wurden für ihr Fighten und Schwitzen der letzten Monate mit einer kleinen Urkunde belohnt – dem Beweis, dass es alle geschafft haben.

Wir gratulieren folgenden Karatekas zu Ihren Erfolgen vom Wochenende:

Alexander 2. Braungurt

Frank 1. Blaugurt

Kevin 1. Blaugurt

Rudi 1. Blaugurt

Jörg Grüngurt

Johannis Grüngurt

Joyce Orangegurt

Konstantin Orangegurt

Alisha Gelbgurt

Christine Gelbgurt

Marvin Gelbgurt

Als Belohnung für meine Bemühungen überreichte mir mein Trainer Johannes einen nigelnagelneuen Gelbgurt. Lieben Dank dafür an Dich!

Einen besonderen Dank möchte ich im Namen aller an die vielen fleißigen freiwilligen Helfer für die tolle Organisation und den reibungslosen Ablauf aussprechen. Die Veranstaltung hätte ohne Euch so nicht stattfinden können. Ein ebenso herzlicher Dank geht an unsere Trainer Andi, Dirk, Jürgen und Johannes sowie im Besonderen an unseren Risto. Ohne Eure Geduld, Motivation und Antrieb wäre solch ein Niveau nicht zu schaffen. Aber wir haben auch gezeigt, dass wir alle noch viel Potenzial haben. In diesem Sinne bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: Sensei ni Ree…Oss.

Christine

 

Veröffentlichung 10 Monaten her am · Direktlink