Anfängerlehrgang im schönen Sachsenland

Zu Besuch in Kamenz bei den Leuten von Tomogara.

Die Abfahrt von unserem Dojo war um ca. 8:00 Uhr was im Urlaub definitiv viel zu früh ist mit nur einem Kaffee in Leib. Dafür kamen wir recht gut und zügig in Kamenz an.

Bei der Ankunft war dann großes Staunen angesagt, da das Gelände recht groß ist. Das Dojo selber sowie auch die Räumlichkeiten gefielen mir sehr gut.

Leider musste ich auch schon mein erstes Minus in mein Büchlein schreiben, was aber schon mal vorab gesagt das einzige war, denn der Kaffee war nicht fertig und ich habe so leider die erste Trainingseinheit nüchtern mitmachen müssen. Welch ein Fauxpas..

Im Training ging es um die Heian Sandan Kata. Dazu haben wir verschiedene Bunkais durchgespielt und immer wieder dazwischen ein paar kleine Spielchen zur allgemeinen Motivation gemacht. Die Teilnehmer bestanden aus 3 ganz neuen Schülern einen Großteil aus Orangegurten und ein paar Grüngurten. Die bunte Mischung führte dazu, dass alle allen helfen, Tipps geben und unterstützen konnten. Dadurch blieben alle auch über die ganze Zeit hoch motiviert.

In der ersten Pause dann (Gott sei Lob und Dank) gab es endlich meinen wohlverdienten Kaffee und einen kleinen Imbiss.

Danach das 2. Training und somit weiter mit den Bunkais. Diesmal wurden auch Boxhandschuhe zu Hilfe genommen, was wiederum allen sehr gefiel.

Nach einer weiteren kleinen Pause dann das letzte Karatetraining für diesen Tag. Wir haben jetzt auch das Ende der Kata erreicht und mit der letzten Bunkai dann noch kurz ein paar Fallübungen gemacht. Anschließend wurde die gesamte Kata vorgeführt. Nach den insgesamt 4 Stunden Karate waren die meisten schon recht erledigt aber zufrieden.

Kurz darauf sind wir alle zum Schwimmen in die örtliche Badeanstalt gefahren. Als alle umgezogen in der Halle waren, wollten wir nur noch toben, aber so einfach lief das nicht.

Erst mussten noch ein paar kleine Aufgaben erledigt werden und zwar folgende:

  • 10mal Rutschen (es wurde genau gezählt)
  • je eine Bahn hin und wieder zurück mit einem kleinen Brett zwischen den Knien, das Brett vorher schieben, das Brett im Nacken schieben, durch einen Tunnel tauchen und einen Ring am Ende des Beckens wiederholen.
  • als letztes sollten wir noch so weit wie möglich tauchen. Ich selber merkte dann zum wiederholten Male meine Waden und die Krämpfe zogen bis in die Fußspitzen. Danach durften alle dann endlich toben und machen was sie wollten.

Mein sportlicher Tag war damit vorbei. Ich konnte noch nicht einmal der kleinen Zoe (Matzes Tochter) beim Wettschwimmen etwas entgegensetzen.

Um 18 Uhr war der Spaß dann auch schon wieder vorbei und es ging nach Hause zum Abendessen.

Es gab Pizza (einen großen Dank an den Küchenchef Spinne – es war sehr lecker). Als jeder so seine 2-3 Stückchen gegessen hatte, wurde auch die wichtigste Zutat erwähnt, Knoblauch! Wir rochen aus allen Poren.

Anschließend dann ein gemütliches Ausklingen am Lagerfeuer. Eine kleine Überraschung wurde noch ausgemacht, dazu aber später mehr. Gegen Mitternacht haben dann auch die letzten in ihren Schlafsack gefunden. Wohl dem, der an sein Kopfkissen gedacht hat. Ich jedenfalls nicht. So ein Dojoboden kann fürchterlich hart sein.

Um 7:00 pünktlich trat „Spinne“ in den Raum und sprach durch sein Megaphon die ungeliebten Worte:

„AUFSTEHEN!!! FRÜHSPORT! 3 Minuten Zeit um nach draußen zu treten! Und das war keine Bitte sondern eine Aufforderung!“

Die erschrockenen Blicke der Kinder war Gold wert. Da wir alle nur 3 Minuten Zeit hatten um uns anzuziehen, war auch nichts mit Morgenwäsche bzw. einen Gang zur Toilette was aber ein paar ganz schnelle dann doch noch schafften. Der letzte musste schon mal vorab 20 Liegestütze machen weil er genau um 20 Sekunden zu spät kam. Manch einer hatte nur eine Socke an, das Shirt auf links angezogen oder sonst wie den Weg nach draußen gefunden. Die meisten Augenlider waren aber noch stark verklebt.

Es ging dann los mit Joggen, ca. 2 Km um einen kleinen Teich, sehr zum Unmut des darin lebenden Schwans. Das war aber auch verständlich, schließlich hatte er auch seine junge Brut zu bewachen.

Anschließend ein kurzes lockeres Aufwärmen und dann haben wir noch schnell die ersten drei Heian Katas gelaufen. Jetzt konnten wir wieder zurück um dann die Morgenwäsche erledigen.

Anschließend gab es Frühstück und gegen 11 Uhr war es dann auch Zeit zur Abfahrt. Alles in Allem war es ein sehr gelungenes Wochenende was definitiv Lust auf Mehr machte.

Ich hoffe ich kann auch im nächsten Jahr wieder daran teilnehmen.

Oss, Rudi

 

Veröffentlichung 1 Jahr her am · Direktlink